August 2005


leidkultur | linkin' park29 Aug 2005

Frühaufsteher erfanden neben Sprüchen wie „Morgenstund hat Gold im Mund” das Hotelfrühstück bis zehn Uhr.

meint die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung in ihrer Eigenschaft als Zentralorgan des Punk und gibt ein paar treffende Beobachtungen wieder:

Wer „erst” um zehn aufsteht, der muß sich in Hotels praktisch vorkommen wie ein unerzogener Rocker, nur daß er statt des Fernsehers das Geld fürs Frühstück zum Fenster rausgeschmissen hat. Er hätte Grund, den Fernseher hinterherzuwerfen.

Aber: Wenn das, was es da bis zehn Uhr zu essen gibt, „ein reichhaltiges Langschläfer-Frühstück” ist – dann fragt man sich natürlich, wie ein frugales Frühaufsteher-Frühstück zum Selberholen aussehen mag. Trockenbrot zwischen vier und sechs?

americana | denkmal | leidkultur | style18 Aug 2005

Ist das jetzt eigentlich Dienstleistungskultur live oder was? Früher fand ich es ja echt ganz nett, wenn einem ein Kellner o. ä. zum Abschied “Schönen Abend noch” oder ähnliches wünschte. Aber mittlerweile nimmt das echt überhand: Was soll bitte ein “schönen Abend noch”, wenn man als Werktätiger wochentags noch zwei Stunden in einer Kneipe war und sich dann kurz nach Tagesthemen-Zeit auf den Weg nach Haus macht? Klingt in meinen Ohren mehr als höhnisch. Ethymologen bitte aufgemerkt: Ist das wohl ein Amerikanismus oder von Dienstleistungscoaches eingetrichtert (den gleichen, die Bäckerbedienstete zwingen, “Darf’s auch ein Getränk sein?” zu fragen)?
Apropos Bäcker: In die Schönen-Abend-noch-Kategorie gehören für mich auch Bäcker, die einem beim Brötchenkauf auf dem Weg zur Frühschicht “Viel Spaß noch” entgegengrinsen oder gar Taxizentralenschnallen, von denen du kurz nach Mitternacht höhnisch “Guten Morgen” zu hören bekommst.
Unübertroffen bleibt aber die Servicekraft in einem Elektronikfachgeschäft, die dem Kunden neben mir ein “Viel Spaß damit!” auf den Weg gab.
Der Mann hatte ein Bügeleisen erworben.

now playing15 Aug 2005

Lee Buddah | Frühjahrschronik

(Lee Buddah weiß auch Bescheid über Bayern-München-Fans sowie TKKG.)

americana | linkin' park | wirrwarr15 Aug 2005

Dicke Eier für ans Auto. Dagegen ist D&W ein Witz (ist D&W zwar sowieso, aber egal).

leidkultur | style14 Aug 2005

Ein befreundeter Pädagoge berichtete unlängst aus dem Schullalltag.

Große Pause. Zwei Schüler. Schüler 2 wendet sich zum Gehen.

Schüler 1: Ey! Gehsse Trinkpäckchen?

Schüler 2: Fick dich.

Schüler 1: Apfel.

politricks | signs o' the times | style12 Aug 2005

Von wegen Politikverdrossenheit: Das Wahlvolk tritt mit seinen Kandidaten in Dialog, z. B. mit Ex-Ober-Juso Niels Annen oder Stephan von Hundelshausen (Name nicht erfunden).

Niels Annen

Stephan von Hundelshausen (FDP)

linkin' park | wirrwarr09 Aug 2005

Ob wenigstens mal der Bank-Azubi drüber lächelt? argh! sinniert über humorvoll ausgefüllte Überweisungsformulare und stellt bei sich eine Weiterentwicklung von der revolutionären Periode a la

(”mafia kgb cia atombombe“) über die latent-amüsante bzw. postironische gruß-ans-bankgeheimnis-phase (”plutonium-lieferung januar 2002“) bis hin zur kürzlichen humorvoll-kryptischen geheimbotschafts-phase (”lösegeld osterhase“, “totale vernichtung heidelbergs”)

fest.

now playing08 Aug 2005

Dub Pistols | Soldiers
Mohammed Rafi | Jaan Pehechaan Ho

spam connaisseur | wirrwarr08 Aug 2005

Warum gibt’s eigentlich milliardenfach Werbung für Penis-Verlängerungen, aber kaum jemals für ein ordentliches Busentuning? Die Wirklichkeit außerhalb der Spam-Welt vermittelt uns doch, dass letztere tatsächlich viel häufiger vorgenommen werden. Oder bin ich da gerade einem dunklen Geheimnis auf die Spur gekommen?

leidkultur | linkin' park01 Aug 2005

Der Mann hinter Ligne Claire im
Interview
über seine Beziehung zu Dortmund:

Aber immerhin ist Dortmund nur ein bierseliger Schnäuzer-Typ mit Kunstlederjacke. Deutschland dagegen ist Hans-Olaf Henkel im Jogginganzug.