October 2005


denkmal06 Oct 2005

Fuck Fotohandys, geht auch so: Gefühlte zwanzig Grad Anfang Oktober. Sonne in der Nord-Stadt, zwei Augenblicke:

Büroneubaukulisse, ein Bank, verträumte Rentnerin mit geschlossenen Augen, den Kopf der Sonne entgegen geneigt, neben sich, warum auch immer, ein Eimer.

Ein paar Meter weiter: Sie liegt mit ausgestreckten Armen auf der Wiese, auch die Augen zu. Neben ihr im Schatten der Kinderwagen. Es kompletttiert die Dreicombo, wiederum ein paart Schritte weiter. Der Hund, groß, schwarz und triefnaß.

german angst05 Oct 2005

Wer’s nicht glaubt, hat heute die Dokumentation “Helm ab zum Jubiläum” verpasst: 50 Jahre Bundeswehr mit dem unvermeidlichen schwarzem Hintergrund, Zeitzeugen und Grundausbildungsdöneken.

linkin' park | signs o' the times04 Oct 2005

Der Zeigerpointer ist die kärgste Form der printmedialen Kapitulation. Verschiedene Personen — in erster Linie in Lokalzeitungen und Zeitschriften regionaler Bedeutung — müssen für die Zeiss (u.ä.)-Optiken der Fotografen auf Dinge und Ereignisse hinweisen. Mit ihren blanken Händen! Die Dinge oder Ereignisse selbst nämlich — ob längst entschwundene Flüchtlinge, bereits geborgene Fahrzeugwracks oder völlig abgebrannte Gebäude — entziehen sich entweder durch ihre optische Fadesse, zeitliche Abgelaufenheit oder durch ihr Nicht-mehr-existent-Sein der Belichtung und (dicker Folgepfeil) massenmedialen Maschinerie. Gut, bleibt ja immer noch der Zeigerpointer.

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