In der taz bricht sich beim Autoren die Abscheu über den peinlichen Thommy Bahn:

Das war eine der schlechtesten Coverversionen der Musikgeschichte, der in “Wetten, dass …?” weitere folgen sollten. Verantwortlich dafür ist die Figur im Zentrum der Samstagabendshow, ihr Geist und Motor: Thomas Gottschalk, selbst ernannter Fan von “schlichtem Rock”. So ließ er erst im November wieder hunderte von Hobbygitarristen “Smoke on the Water” intonieren und spielte selbst auf der Luftgitarre mit. Die bizarren musikalischen Vorlieben des 55-Jährigen sind ein beinahe literarisches Motiv, das zu der Kunstfigur Thommy gehört wie das “Servus!” und die blonden Locken: Wie in Oscar Wildes Roman “Dorian Gray” strahlt Gottschalk in alterslosem Glamour, während sein Musikgeschmack auf dem Dachboden seines Domizils in Malibu für ihn vergreist.

In der gleichen Ausgabe rechnet Gerhard Henschel mit Bild ab - und jenen, die das Produkt verharmlosen, benutzen oder konsumieren:

Bild ist nicht Pop, sondern Gosse. Bild ist das Sexualorgan, das Millionen impotente kleine Männer von der Straße als ihr eigenes empfinden, und sei es nur zur Befriedigung des Durstes nach Rache an den Reichen und Schönen, die sich durch Reichtum und Schönheit an den sittlichen Idealen eines immer noch kaufkräftigen Mobs versündigt haben [...] hier hat Bild zweifellos “die Meinungs- und Nachrichtenführerschaft” inne, nämlich in der Dosenbierpfütze, die uns die Bundeswehrsoldateska am Wochenende im Zugabteil zu hinterlassen pflegt. In dieser zum Himmel stinkenden Pfütze ist Kai Diekmann Kapitän, Mathias Döpfner Großadmiral und Friede Springer Bademeisterin ehrenhalber.