January 2007
Monthly Archive
“Wir wollen kein Fernsehbier werden”
Der ungewollte Aufstieg von Tannenzäpfle in deutschen Großstädten und was der Bruder von Wolfgang Schäuble damit zu tun hat (Spiegel).
Meine Theorie ist ja immer noch, dass das Bier zunächst in Berlin von den sprichtwörtlichen Exilschwabenhorden importiert wurde. Wenig später haben es dann minderwertigkeitskomplexbelastete Hamburger dort erblickt und gemeint: “Offenbar ein Kultbier. Was die hier in der ‘richtigen Großstadt’ haben, brauchen wir auch.” Der Siegeszug war nicht mehr aufzuhalten … (wobei die Bionade ja den umgekehrten Weg zurücklegte)

Fun Facts: Die Schwarzwaldbraut vom Tannenzäpfle-Logo heißt laut Spiegel “Biergit Kraft”. Und Herr Schäuble beschwert sich, er bekäme keinen Managernachwuchs, weil dessen Ehefrauen (!) das Wetter auf 1000 Meter Höhe zu hart sei.
Videoüberwachung in Wien
Da war Freud beim Schildermalen im Spiel, klar.

Oder was sagen die Fachleute?
Wie damals in Südwest
Blogger, Zombies, angemessene Bekleidung, Visitenkarten und frei saufen
Ohne hier in die an anderen Stellen gepflegte Selbstreferentialität zu verfallen – das ständige Geflickre und Livegeblogge auf Internet-/Medien-/usw-Veranstaltungen geht wohl nicht nur mir auf den Sack. Zumal offenbar ungezwungene Bloggertreffen noch weiter ausarten:
Worein ich dann gestern Abend schneite, war statt dessen ein berufliches DLD-Blogbusinesstreffen: Anzugträger, heftiges Visitenkartengetausche, für das gesponserte (keine Ahnung, von wem) Buffet und Getränke musste man sich einzeln offiziell fotografieren und filmen lassen.
Zumal, wenn das Ergebnis dann noch eine “Zombiefreakshow” (gemeint ist das hier) ist, die außer Datencrawlern und Selbstbeweihräuchern keiner braucht. “Missverständnis” oder die schlichte Wahrheit “There is no free Currywurst”?
Andere machen sich vorab Gedanken – etwa: Wer nicht fotografiert werden will, soll eine rote Wollmütze tragen.
Als Abwehrreaktion kann ich nur das

“Don’t flickr me”-Trikot empfehlen.
Endlich, eine Blogger-Definition
Bloggers were invented ca. 300 AD, and were originally called “monksâ€. Like their distant descendents, monks had shitty haircuts, and never got laid.
[Quelle]Â
Wetten, dass … am Montag wieder einer ran muss?
Warum, warum, warum … muss eigentlich nach jeder Wetten-dass-Sendung irgendwo ein Medienjournalist eine ellenlange Besprechung der Sendung veröffentlichen? Können die ihre Seiten nicht bitte anders füllen? Und wann ist eigentlich endgültig Schluss mit Gottschalks Altherrengeschlabbere?
“Und die nächste Fahrt geht rückwärts!”
Lieblingsbloggerin Welty im Tagesschau-Blog über das bayerische Personalkarussel.
Falten du musst mich
The other iPhone law suit
Saint George of Cool
Zu Gast bei den Eltern von George Clooney – ein wunderschönes Lesestück im SZ-Magazin, das den Glauben an das gute Amerika wiedererweckt:
Über George Clooney weiß die Weltöffentlichkeit ungeheuer viel – über seine Exfreundinnen (Talia Balsam, Céline Balitran, Lisa Snowdon), sein Haus am Comer See (15 Zimmer, 18. Jahrhundert), sein Hausschwein (gerade gestorben), seine Opposition zum konservativen Amerika (gegen den Irakkrieg, für einen UN-Einsatz in Darfur). Clooney ist eigentlich fast jeden Tag in der Zeitung, er dementiert nie etwas, lässt sich als die neue Identifikationsfigur der amerikanischen Liberalen, als neuer Kennedy, genauso feiern, wie er sich von allen und jedem zum Sexiest Man Alive wählen lässt; zwischendurch fährt er nach Darfur oder redet vor dem UN-Sicherheitsrat: All das stimmt wirklich, all das ist bekannt, doch gleichzeitig hebt sich alles irgendwie gegenseitig auf. Das ist der Clooney-Trick. Am Ende bleibt ein Wust an Clooney-Infos, aus dem der wahre George Clooney, falls es ihn gibt, gut gelaunt hervorwinkt. Jetzt kommt zu diesem Wust auch noch hinzu, dass George Clooney offenbar spricht wie ein Trottel in einer amerikanische Vorabendserie. »Hey Pop, how’s my old man doin’?«
Wer wird Christiansen?
Jauch, das Weichei, jedenfalls nicht. Angst vor politischer Einflussnahme durch die ARD-Chefredakteure? Er, der Wunschkanzler der Deutschen? Da steckt doch was anderes dahinter.
Shecklandpony
Pony ist nur ne Bezeichnung für klein. Ne große Flasche Sekt heißt “große Flasche Sekt”, ne kleine Flasche Sekt heißt “Pony”.
Und Vorsicht vor den Gnotschi-Bakterien und schwerer Luft!
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