Der Grabscher des Greisensenders

Das übliche Kritikerlamento zu “Wetten dass” diesmal vorab (FAS/Spiegel) – unter dem Stichwort “Fremdschämen”:
Längst also gehört es zur offiziellen Rezeptionsgeschichte, das Wort, das das Gefühl auf den Punkt bringt, welches jeden Auftritt Gottschalks begleitet, was es nicht leichter macht, sich auf die Seite derjenigen Kritiker zu schlagen, die pflichtbewusst am Montag nach der Sendung ihre Häme über Garderobe und Benehmen des Showmasters ausschütten. (…) Und trotzdem muss man ihm endlich mal gewaltig auf die Finger klopfen, weil es nicht sein kann, dass man sich nur als Freak verkleiden muss, um das Betatschen schöner Frauen vor zwölf Millionen Zuschauern als gesellschaftsfähiges Verhalten zu etablieren.
Autor Harald Staun fragt sich unter anderem, ob für die Stars sexuelle Belästigung ein akzeptabler Preis für die Werbeplattform “Wetten dass” ist, und was Gottschalks Gestöhne mit Patriotismus zu tun hat.
26. Februar:
Niggemeier: “Wer nicht grabscht, ist schwul”