Zweimal zufällig bei hängengeblieben, zweimal nicht bereut: Mord mit Aussicht ist die neue Krimiserie im Ersten mit hintersinniger Komik und feinen Beobachtungen. Ich kenne war die Eifel nicht, aber die Details wirkt schon sehr echt, ohne übertrieben zu sein oder sich lustig zu machen, sogar ein Tick schwarzer Humor scheint durch.
Sehr schön in der heutigen Folge: Die Landfrauenvorsitzende, die ihren Kuchen natürlich mit “guter Butter” gebacken und die Kommissarin und ihren Vater mit fröhlich selbstgebackenen Salzteignippes bedrängt, oder die frische Witwe, die beim Eintreffen der Polizistinnen natürlich schon längst vom Tod ihres wenig geliebten Gatten erfahren hat, den Kaffee für den Besuch aufgebrüht hat und aus ihrer Freude über den Tod des Verblichenenen überhaupt keinen Hehl macht. Heimliche Höhepunkte waren auch die Mimik des dritten Polizisten und die Dauerwellen-Regenschutz-Klarsichthauben, die einfach still und leise aufgesetzt und gar nicht weiter thematisiert wurden.
Siehe taz: “Eine irre unter vielen”
Das meint Popkulturjunkie.