
… wenn im Supermarkt hier im Biertrink-Viertel der Stadt die Weißweinregale geplündert sind und nur die höheren Preisklassen und die deutschen Erzeugnisse übrigbleiben.
Das kann aber auch bedeuten, dass vor dem Pfandautomaten jemand seine diversen Sammeltüten aus einem Einkaufstüten nach und nach entleert und den Inhalt manuell in diese Ingeldumwandlungsmaschine einführt.
Hinter ihm wartet auch noch ein Kollege der selben Zunft, zum Glück nur mit kleiner Karre und so freundlich, noch jemand vorzulassen, bevor er selber seine Ausbeute eintauscht. Die hinter den beiden seit geraumter Zeit entstandene Warteschlange hat für das Kleingewerbe in diesem Moment keine rechte Sympathie. Die Leute wollen nur ihre drei bis fünf eigenen Flaschen einschmeißen, während der Mann am Automaten mit der unvermeidlichen Fehlerquote des Flaschenscanners zu kämpfen hat.
Die einzige, die dann aber etwas laut wird, bringt nur eine Bierdose mit. Wie es scheint, muss sie diese aber schnell gegen Pfand umtauschen, um trotz knappen Budgets den Nachschub klar machen zu können. “Kann vielleicht vor? Ich habe nur das hier”, fragt sie. “Nee, tut mir leid, normal schon, aber nicht wenn ich schon seit Stunde hinter diesen professionellen Sammlern warte”, platzt es da aus dem Kunden am Ende der Schlange hervor. Er fängt sich aber wieder und kommentiert ihren nun ebenfalls verägerten Vorschlag “Dem müsst ihr eins auf die Fresse hauen” nur mit einem höflichen “Das hast du gesagt.”
(Eine Art Warteschlangengeschichte)