Ganz groß auch die Türsteher:
„Hast du kein Iron Maiden auf der Kutte?“
„Doch, hinten links.“
„Alles klar, geh rein“.
Ganz groß auch die Türsteher:
„Hast du kein Iron Maiden auf der Kutte?“
„Doch, hinten links.“
„Alles klar, geh rein“.
Ryan Adams vs. Baden Powell | Canto di Wonderwall
Häufig frage ich mich bei Harald Schmidt, ob er – wenn er witzig ist – auch für Menschen außerhalb des Medienbetriebs witzig ist. Schöne Beispiele aus seiner eintägigen Chefredakteurstätigkeit bei NDR Info:
Es war vielleicht schon ein bisschen zu speziell, zu insiderisch. Ich wünsche mir, dass wir diesen ganzen Crash emotional angehen. Dass ich sage: Oma Kasuppke – wie geht die um, wenn ihr die Zertikate wegbrechen. Das will ich einfach hören. Sozusagen die kleine Frau auf der Straße, wie ist die betroffen? Die hat irgendwie Gold gehortet, da will ich ran. Also irgendeinen Volontär raus, der den Leuten vor der Sparkasse auflauert, dass ich diese O-Töne habe, die mich emotional mitnehmen. Das ist das alles Entscheidende, dass wir emotional die Leute mitnehmen.
Die klassische Schuljungen-Streetart blieb auch im frühen 21. Jahrhundert gegenüber künstlerischeren Spielarten dominant.

Digitale Bohème con Elterngeld
Gewungenermaßen seit drei Tage das Leben der digitalen Bohème gelebt. Und was immer Sascha Lobo sagt: Es ist schon blöd, als Dauerzustand das Büro dorthin zu verlegen, wo freies WLAN ist. Für Strom ist gesorgt, der Kaffee ist nicht schlecht, aber was tun muss, wenn man davon dann pinkeln muss? Einen der anderen Laptop-Männer ansprechen, ob er mal eben kurz darauf aufpassen kann? Beziehungsweise mal eben kurz schon wieder?
Merkwürdigerweise sind es nur Männer mit Rechnern im Haus 73 dieser Tage. Einer auch mit Kind. Vermutlich ein Elterngeldbezieher, der statt ans Spielplatzbanksitzen lieber an sich selber denkt – aber für ebenso wahrscheinlich halte ich es, dass das gar nicht seins ist und sich der Bohemien sein Geld als Tagesmutter verdienen muss.
Soundtrack-Empfehlung: King vom Prenzlauer Berg.