leidkultur
“Ich bin eine Dame, du Wichser”
Vor einem Dönerladen am Hauptbahnhof steht eine Gruppe von Jugendlichen im schwer bestimmbaren Pubertätsalter, die Jüngsten sehen aus wie 12, die Ältesten wie 18, die Wahrheit wird irgendwo dazwischen liegen. Außer Form geratene Hormonbomben, die Jungs breitschultrig und verpickelt, die Mädchen aufgedonnert wie bei einer Miß-Feuerwehr-Wahl in irgendeinem unschönen Vorort.
Zurückgebliebene
Ziehen nach dem Abitur nicht in die Stadt, weil „die Mieten ja da viel höher sind“. Sie haben einen soliden Job, heiraten Anfang 20 und bauen dann am Haus der Eltern an. Andere werden Nazis.
(jetzt.de: A wie am Arsch der Welt)
Rätsel gelöst: Warum siegten die Germanen gegen die Legionen des Varus?
Ganz einfach: überlegenes Material. Die vermeintlichen Barbaren verfügten über einen einzigartige Spezialwaffe (ob auch die Kompressionsstrümpfe ihren Teil zum Sieg beitrugen, ist unbekannt).

Es ist nicht das Schießen, das mich abschreckt. Es ist das Drumherum: die Biere, die Orden, die schmuddeligen Witze, die nationalen Gesänge. Gäbe es einen Schützenverein, der einfach nur schießt: Ich wäre wahrscheinlich dabei.
Ein Zeit-Autor ist unerkannt Jungschütze geworden und hat das ganze Trara mitgemacht. Wie das allerdings nur mir Orangensaft gelingen konnte, bleibt schleierhaft. Sein Bericht.
1. “Ostwestfalen-Lippe” gibt es auch als eigene Autobahnausfahrt.
2. “Ganz nah dran. Persönlich, pünktlich und zuverlässig” – so wirbt die Firma Kotzenberg für sich. Sie bietet – nomen est omen – Fußmatten, Waschraumhygiene und Berufskleidung an (die “Kollektion Gastroline” war “Publikumsmagnet auf dem Messestand”). Auch spezielle Schutzausrüstung ist im Angebot.
Das einzige, was noch schlimmer ist als Kleinstädte, sind Dörfer. An jeder Ecke riecht es verdächtig nach einer Mischung aus Schützenverein, freiwilliger Feuerwehr und Dung. [...] Abends trifft man sich bei Bier und Korn im Dorfkrug und morgens um fünf kräht der Hahn: tagein, tagaus. Bis auf den Tag, an dem Schützenfest ist – dann hängen überall bunte Wimpel und es gibt Blasmusik.
Must-See: Deutsches Fliesentischmuseum
Prachtvolle Aufnahmen von Fliesentischen im deutschen Fernsehen – gesammelt vom Kompetenzcenter 2.0. (via Niggemeier).


