german angst


german angst | linkin' park13 Feb 2007

Kleine Frage der modernen Etikette beim Spreeblick: Was tun, wenn jemand einen Kontaktwunsch äußerst, den man eigentlich nicht leiden kann, oder schlimmer noch – den man zwar auf dem Firmenflur (siehe “Marschalling“) kurz und höflich grüßt, aber sonst nirgendwo in seinem Leben haben möchte?

Ein Spreeblick-Kommentar rät gemeinerweise, den Allzweckmoralisten Dr. Dr. Erlinger vom SZ Magazin vom SZ-Magazin einzuschalten. Recht so …

fotos | german angst | produktvielfalt | signs o' the times22 Jan 2007

Oma Ilses Kalahari-Tee

cctv | german angst | style22 Jan 2007

Ohne hier in die an anderen Stellen gepflegte Selbstreferentialität zu verfallen – das ständige Geflickre und Livegeblogge auf Internet-/Medien-/usw-Veranstaltungen geht wohl nicht nur mir auf den Sack. Zumal offenbar ungezwungene Bloggertreffen noch weiter ausarten:

Worein ich dann gestern Abend schneite, war statt dessen ein berufliches DLD-Blogbusinesstreffen: Anzugträger, heftiges Visitenkartengetausche, für das gesponserte (keine Ahnung, von wem) Buffet und Getränke musste man sich einzeln offiziell fotografieren und filmen lassen.

Zumal, wenn das Ergebnis dann noch eine “Zombiefreakshow” (gemeint ist das hier) ist, die außer Datencrawlern und Selbstbeweihräuchern keiner braucht. “Missverständnis” oder die schlichte Wahrheit “There is no free Currywurst”?

Andere machen sich vorab Gedanken – etwa: Wer nicht fotografiert werden will, soll eine rote Wollmütze tragen.
Als Abwehrreaktion kann ich nur das

Shirt

“Don’t flickr me”-Trikot empfehlen.

german angst | linkin' park | signs o' the times21 Dec 2006

Oder: “Lassen Sie Ihr Gebäck nicht umbeaufsichtigt!”

german angst14 Dec 2006

Hat sich eigentlich schon mal irgendein BWLer Gedanken darüber gemacht, ob es für Firmen ein Standortnachteil ist, wenn sie ein Callcenter in der ostdeutschen Pampa engagieren und die Kunden sich dann über unverständliche Telefonisten ärgern?

german angst | signs o' the times13 Nov 2006

Ich staune ja immer wieder, wenn ich Leute akribisch minutenlang einen Bild-Artikel buchstabieren sehe, der aus nicht mehr als drei Absätzen besteht, die man in zehn Sekunden überflogen hat. Da scheint der Finger zur Hilfe nötig zu sein, man sieht förmlich, wie es hinter der Stirn des Lesenden arbeitet. Kapieren die es wirklich nicht? Für mich ist das immer wieder die Bestätigung, wie viele funktionale Analphabeten es tatsächlich gibt.

Neu war mir aber, dass Bild selbst damit wird, dass es seine Leser für minderbemittelt hält:

Blöd
(aus gegebenem Anlass noch mal der Fingerzeig zu Bildblog).

german angst | mehdorn mayhem31 Oct 2006

Er erinnert schon äußerlich mit seinem verbissenen Blick irgendwie an den gestörten Ex-Freund der Zigarettenverkäuferin aus “Amelie”. Und der Typ stand schon Minuten vor Ankunft des Zuges im Bahnhof im Gang, hielt aber fanatisch seinen Palm o.ä. in der Hand und tippte darauf rum – nur Solitair zu spielen, den klassischen Zeitkiller für gelangweilte Büroinsassen niederen Ranges.

Die Geschichte dahinter wollte ich lieber nicht wissen, hielt es aber für einen bemitleidenswerten Einzelfall. Bis ich am nächsten Morgen die Pendlerin sah, die sich bereits vor sieben dem elektronischen Kartenlegen widmete.

(Im folgendem dritten Absatz stünde klassischerweise die Pointe.)

german angst | leidkultur | wirrwarr27 Oct 2006

Man könnte es fast einen Nachtrag zur Nationalstolzdebatte nennen:

Wir salutieren vor Kapitän Michael Ballack
Du hast trotz deiner Schmerzen krass geballert
Hast hart gekämpft den Elfer reingeschossen
Als ich deine Tränen sah sind auch meine geflossen

Der nächste deutsche Held heißt Torsten Frings.
Spielt Mittelfeld und man weiß er bringts.
Er war auserwählt, wurde ausgezählt.

… vor allem aber ist Naidoos WM-Song “Danke” grenzenlos peinlich und unterirdisch schlecht. Man kann echt froh sein, wenn man als Selten-Radio-Hörer bisher noch nicht das Missvergnügen hatte und erst zufällig darauf gestoßen wird. Andererseits passt sich der Song perfekt in die stolze deutsche WM-Lied-Tradition ein.

Grandiose Textpassagen widmen sich auch den Menschen ohne Spieleinsatz:

Und auch Thomas Hitzlsberger, war oft befreit vom Spielfeldärger
Doch auch dir gebührt Dank an den Spielfeldrand
Hätte das Mittelfeld gewankt hätten wir dich getankt

Der Text in voller Pracht hier.

fotos | german angst | style23 Jul 2006

Flics
Radsporthooligans

german angst | linkin' park | wirrwarr09 Apr 2006

“Mein Parteibuch” vs. Günter Frhr. v. Gravenreuth – sit back and enjoy.

german angst | linkin' park | wirrwarr10 Feb 2006

Für Briten steckt im Ball ein Adolf: Viel Spaß bei der WM!

Britische Hitler-Phobie: Don’t mention the ball! – Panorama – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten

german angst | leidkultur | style09 Jan 2006

Morgens um halb acht in Deutschland: “Ein Bratwürstchen-Crossaint, bitte.”

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