… statt O2 World in Friedrichshain.
… statt O2 World in Friedrichshain.
Für Gleichberechtigung in der Gesichtsbehaarung!
Nach dem versuchten Hipster-Revival des Schnäuzers kämpft nun offenbar ein Häuflein aufrechter Aufgeschlossener (aufgeschlossener Aufrechter?) dafür, den Damenbart zu rehabilitieren.

Offenbar ist doch noch kein Ablöser für Bärlauch in Sicht. Aber ich hatte mich ja auch bei meiner Prognose zur Halbwertszeit der Loveparade seinerzeit schwer getäuscht.
Die Busse laden ihre Touristen aus, nebenan werden Orginal Berliner Curry Wurst und die diversen berlinisierten Einwanderspezialitäten angeboten. Die öffentlichen Toiletten sind kameraüberwacht, im Souvenirladen darf man dafür selbst nicht fotografieren.
Mein erster Eindruck vom Holocaust-Mahnmal: Gut, dass es mitten in der Stadt steht und auch einfach so zugänglich ist, ohne dass man in den Info-Bereich im Inneren steigen muss (Warteschlange). Gelungen, wie uneben die Wege im Stelenfeld verlaufen und die Stadt am Rand verschwindet.

Aber dass man im Stelenfeld so gar keinen Eindruck davon bekommt, an was es erinnert – fraglich. Wer hier besoffen aus dem Bus fällt, könnte sich hinter nur noch an eine architektonische Seltsamkeit erinnern. Der oder andere visuelle Anker, der einen ins Innere zieht, fehlt.
Fahrt durchs Sauerland, diesmal mit den Augen eines Reisenden. Viele Eindrücke, und dann doch keine Zeit, sie aufzuschreiben oder fotografisch festzuhalten. Nur soviel diesmal:

Am Kölner Hauptbahnhof steht ein trauriger Mann in typischer Taxifahrer-Pose: In der Hand ein Schild, mit dem er ankommende Bahnreisende auf sich aufmerksam machen soll. “Oliver Geissen Show” steht drauf, und wahrscheinlich wird er die unglücklichen Menschen, die ihn ansprechen, dann in ein hässliches Studio in einem fiesen Vorort chauffieren, auf dass sie dort unaussprechlichen Dingen zuschauen (hoffentlich gibt es den Gratis-Alkohol noch).
Der Mann sah so aus wie der ältere, weniger erfolgreiche Bruder von Tim Mälzer. Das gibt mir dann doch zu denken.
Bürgerschaftliches Enthüllungsengagement
Endlich aufgedeckt: Nicht Schröder, nicht Müntefering war der Architekt der Agenda, sondern ein bislang unbekannter Grünen-Kandidat für die Hamburger Bürgerschaft. Im Gegensatz zu den erstgenannten hat er sich nicht aufs politische Altenteil zurückgezogen, sondern stellt sich dem unfehlbaren Urteil des Volkes.

Da kennen wir bessere Beispiele für bürgeschaftliches Engagement in Hamburg.
Aus der Reihe “Preise, die kein Athlet gerne gewinnen möchte”:
